Ganzheitlich

Ganzheitlich

Die Wirbelsäule – Form und Funktion unseres Körpers

Wegen Knieproblemen zum Zahnarzt? Oder wegen Beschwerden im Kiefergelenk zum Orthopäden? Alle Teile des Stütz- und Bewegungsapparats beeinflussen sich gegenseitig. So leiten markante Symptome den Patienten oftmals zum falschen Arzt oder aber auch den Arzt manchmal auf die falsche Spur. Die Folgen: Beeinträchtigung des Alltags durch Schmerzen, Verunsicherung wegen unklarer Ursachen und unwirksame Therapien. Das muss nicht sein: Als erfahrenes Team aus Ärzten und Therapeuten betrachten wir den Körper als Ganzes und arbeiten aktiv in einem interdisziplinären Netzwerk mit Spezialisten aus anderen Fachrichtungen zusammen.
 

kiefer

CMD ist ein Krankheitsbild, das sich wie ein Chamäleon hinter vielfältigen Symptomen von Kopf bis Fuß versteckt: Zähneknirschen, Kiefergelenks-, Ohren-, Kopf- und Rückenschmerzen, Schwindel, Migräne, Schulterverspannungen, Hüft- und Knieprobleme etc. können allein durch einen falschen Biss ausgelöst werden. In Deutschland leiden ca. 4 Mio. Menschen unter den Folgen der Fehlfunktion ihres Kiefergelenks, die auch als Craniomandibuläre Dysfunktion (Cranium = Schädel; Mandibula = Unterkiefer; Dysfunktion = Fehlfunktion) bezeichnet wird. Hier wird ganz deutlich: Der Ort des Hauptschmerzes muss nicht notwendigerweise der Ort der Schmerzursache sein.

knie

Unsere Knie tragen uns durchs Leben. Sie sind die größten Gelenke im Körper, und sie beugen und strecken sich millionenfach. Bei Schmerzen oder Blockaden im Knie muss jedoch die Ursache nicht unbedingt im Gelenk selbst liegen – auch andere Gelenke sowie Organe projizieren Schmerzen auf das Knie. So führen zum Beispiel nicht ausgewogen trainierte Muskelgruppen zu Störungen im Bewegungsablauf des Kniegelenkes. Oder Senk- und Spreizfüße lösen, durch den veränderten Stand, Beschwerden aus. Auch Übergewicht oder Beschwerden im Illiosakralgelenk äußern sich oft in Knieschmerzen. Den funktionellen Bewegungsablauf des ganzen Körpers zu betrachten, ist daher auch hier ausschlaggebend. Die Diagnose schließt neben der Schmerzstelle vor allem die benachbarten Gelenke sowie die gesamte Haltung des Patienten – also auch seine Wirbelsäule – mit ein.

venen

Auch Körperbau und Venenfunktion hängen zusammen. So können Störungen in der Körperstatik die Funktionsweise der Muskulatur und damit auch die Beinvenenfunktion beeinträchtigen. Koordinationsstörungen der Muskulatur oder eine fehlerhafte Körperstatik können unter anderem an Beinvenenerkrankungen beteiligt sein. Eine ganzheitliche Betrachtung des Körpers ist deshalb ausschlaggebend. Die Therapie muss an den Ursachen ansetzen, dann ist sie erfolgreich.

halswirbel

Schwindel, Hör- und Sehstörungen, Einschränkungen des Gesichtsfeldes, Wahrnehmungsstörungen, rasche Erschöpfbarkeit, Schlafstörungen, Schwächegefühl, Schmerzen und/oder Missempfindungen in Gesicht und Armen, Gangunsicherheiten, Muskelfunktionsstörungen, Krämpfe (Spasmen) – all das können Symptome bei Erkrankungen der Halswirbelsäule sein. Erst die ganzheitliche Betrachtung des Patienten kann die wahren Ursachen der Schmerzen ans Tageslicht bringen. Dazu zählen einerseits Bandscheibenveränderungen, Einengungen des Wirbelkanals und Knochenveränderungen wie Osteoporose sowie andererseits Beeinträchtigungen durch psychische Belastungen oder Allergien.

brust

Körperbau und Nervensystem: Das autonome Nervensystem versorgt unsere Organe selbständig ohne unser Zutun. Es verläuft im Wirbelkanal innerhalb der Wirbelsäule. Dabei tritt links und rechts zwischen zwei Wirbeln je ein Spinalnerv aus, der das entsprechende Gebiet (Haut, Muskeln, Gefäße, Organe) versorgt. Wird ein Spinalnerv eingeengt, kann es zu Beschwerden an allen von ihm versorgten Geweben kommen. In der Brustwirbelsäule kommt es bereits bei jungen Menschen häufig zu Blockierungen der Zwischenwirbelgelenke. Typischerweise wird dann ein Schmerz zwischen den Schulterblättern verspürt, der meist bewegungs- und atemabhängig ist. Die Gründe sind vor allem Muskelverspannungen oder Fehlbelastungen. Doch auch anders herum beeinflussen sich Nervensystem und Körperbau: Bei Störung der Organe, z. B. des Darmes, der Niere oder der Beckenorgane (Blase, Gebärmutter, Eierstöcke), können über Reflexe Verspannungen der Rückenmuskulatur auftreten. Nur eine ganzheitliche Untersuchung kann hier das tatsächlich vorhandene Beziehungs-Wirkungs-Geflecht aufdecken.

lenden

Die Lendenwirbelsäule ist sehr großen statisch-dynamischen Belastungen ausgesetzt. Aus diesem Grund sind degenerative, also abnutzungsbedingte, Veränderungen häufig. Neben Bandscheibenproblemen führen vor allem Blockierungen des Gelenks zwischen Hüfte und Wirbelsäule (Iliosakralgelenk) zur Verspannung der umgebenden Muskulatur – und damit zu Schmerzen im Rücken, im Gesäß und in den Beinen. Doch auch hier gilt: Nicht immer liegt der Ort des Schmerzes dort, wo die Ursache herkommt. Zum Beispiel äußern sich Arthrosen im Hüftgelenk oft über Schmerzen im Kniegelenk. Oder der Grund für die Rückenschmerzen sitzt in einem häufig vernachlässigten Bereich weiter oben – nämlich im Kiefergelenk (siehe CMD). Hier wird abermals deutlich: Alle Teile des Stütz- und Bewegungsapparats beeinflussen sich gegenseitig. Und deshalb sollten sie stets auch alle zusammen betrachtet werden.